Die
Gesundheitsminister der Europäischen Union (EU) haben sich in Luxemburg mehrheitlich
dafür ausgesprochen, das EU-weite Werbeverbot für verschreibungspflichtige
Arzneimittel aufrechtzuerhalten. Zugleich forderten sie die Europäische
Kommission auf, gesetzlich zu definieren, wo die Grenze zwischen Information und
Werbung verlaufen soll. Die Minister befürworteten darüber hinaus, bei
einer Änderung der geltenden Vorschriften Qualitätsstandards für
die Patienteninformation einzuführen. Die EU-Kommission will im Herbst
einen Vorschlag zur Überarbeitung der EU-Arzneimittelrichtlinie vorlegen.
Industriekommissar Günter Verheugen plant, der Industrie zu erlauben, Patienten
künftig direkt über verschreibungspflichtige Arzneimittel informieren
zu dürfen. (äz/Bild:APNA)