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31.10.2008, 21.45 Uhr, WDR Kölner Treff mit folgenden Gästen: Ralf König Als satirischer Chronist der Schwulenszene wurde er zu einem der erfolgreichsten Comic-Zeichner. Seine Knollennasen-Männchen teilen nach vielen Seiten Hiebe aus - und kommen trotzdem bei Homos wie Heteros gut an. Mit gewohnter Bissigkeit nimmt der Woody Allen-Fan aber auch religiöse Themen aufs Korn. Zum Karikaturenstreit gab er seinen zeichnerischen Kommentar ab, und nun folgt mit 'Der Prototyp' Ralf Königs ganz eigene Version der biblischen Schöpfungsgeschichte. Ellen Schwiers Sie schaut auf mehr als 60 Berufsjahre, rund 200 Film- und Fernsehfilme und viele Bühnenrollen zurück. Eingeprägt hat sie sich vor allem als geheimnisvolle Verführerin. Die heute 78-Jährige ist aber auch erfolgreich als Leiterin eines Tourneetheaters, das sie 1982 zusammen mit ihrem Mann Peter Jacob und ihrer Tochter, der Schauspielerin Katerina Jacob, gründete. Zur Zeit steht sie für neue Folgen der ZDF-Serie 'Doktor Martin' vor der Kamera. Adnan Maral Mit 'Türkisch für Anfänger', der vielfach ausgezeichneten ARD-Vorabendserie, wurde er 2006 einem großen Publikum bekannt. Zuvor war der Schauspieler, der in der Türkei geboren wurde und heute in Berlin lebt, schon in zahlreichen Rollen zu sehen, u.a. in den drei 'Wilde Kerle'-Filmen und der Komödie 'Kebab Connection'. Als Metin Öztürk muss er nun wieder seine multikulturelle Patchworkfamilie zusammen halten, denn jetzt gibt es neue TV-Kurse in 'Türkisch für Anfänger'. Margie Kinsky Gemeinsam mit ihrem Mann, dem Kanadier Bill Mockridge, ist sie so etwas wie die Seele des Bonner Improvisationstheaters 'Die Springmaus'. Beide waren vor 25 Jahren Gründungsmitglieder, und noch immer gehört Margie Kinsky zum Gala-Ensemble. Die gebürtige Italienerin und Mutter von sechs Söhnen machte als Gina Varese Stippvisiten in der 'Lindenstraße'. Und natürlich ist sie beim aktuellen Jubiläumsprogramm der Springmäuse 'Nur vom Feinsten' dabei. | |
| Mo.,
03.11.2008, 06.00 Uhr, 3sat Kenia - Keine Zeit mehr zum Träumen Film von Claus Schenk Die
resolute Agnes Mailu kümmert sich in Mombasa, Kenia, mit den Mitstreiterinnen
von "Solidarity with Girls in Distress" um die Töchter von Prostituierten.
Sie versucht, ihnen einen Ausweg aus dem Milieu zu bieten. Mangels Alternativen
folgen die Mädchen oft ihren Müttern in das Sex-Geschäft. Die HIV-Infektionen
steigen dramatisch. Auch außerhalb der Touristenhochburgen ist die Lage
verheerend. Die Grenzregion zu Uganda weist die höchste Aids-Rate Kenias
auf: In der Provinz Nyanza ist fast jeder zweite der 15- bis 49-Jährigen
infiziert. 2004 starben südlich der Sahara 2,2 Millionen Menschen - mehr
als bei allen Kriegen und Katastrophen in Afrika. Die Tischler auf dem Markt bauen
längst keine Möbel mehr: Särge sind viel lukrativer. Doch noch
immer wird Aids tabuisiert. Aberglaube, das Gefühl von Schuld und Schande
prägen den Umgang mit der Krankheit. Ein Film über Aids in Kenia. | |
| Do.,
06.11.2008, 22.15 Uhr, ZDFDoku Tote Schwule, lebende Lesben Dokumentarfilm, D 2008 Rosa
von Praunheim, Deutschlands Ikone der Schwulenbewegung, entwirft in "Tote
Schwule, lebende Lesben" mit sieben kurzen Porträts die Vision einer
von Frauen dominierten Subkultur. Damit erzählt er erstmals eine von seiner eigenen Person losgelöste Geschichte der Homosexualität und ihrer Unterdrückung, die er neu gewichtet: Während die homosexuellen Männer Deutschlands erst durch den Holocaust und später durch Aids herbe Verluste hinnehmen mussten, setzten sich laut Praunheim die lesbischen Frauen an die Spitze der sogenannten Queer-Bewegung. Die Protagonistinnen des Films umspannen zwei Generationen und stehen für Gegenwart und Zukunft der Homosexuellen in der Gesellschaft: die in Berlin lebende Türkin DJ Ipec, die sich souverän in der Clubszene bewegt, Manuela Kai, die das Lesbenmagazin L-Mag herausgibt, oder Laura und Silke Radosh, die mit ihrem Baby eine lesbische Krabbelgruppe besuchen. Auch die Schauspielerin und Kabarettistin Maren Kroymann zählt dazu. Die männlichen Protagonisten dagegen gehören alle zu der Generation, die das Dritte Reich und Deutschland am repressivsten Punkt der Geschichte erlebten. Dort greift von Praunheim auf selbst gedrehtes Material seiner inzwischen verstorbenen Helden zurück, das er zu intensiven Porträts dreier ungewöhnlicher Männer verdichtet. Walter Schwarze und Albrecht Becker waren in der Nazizeit interniert, Entertainer Joe Luga kam erst unter der Regierung Adenauer ins Gefängnis. Der Film wurde ausgewählt für die diesjährige Duisburger Filmwoche, die vom 3. bis 9. November stattfinden wird. | |
| Fr.,
07.11.2008,05.00 Uhr, arte Lost and Found Lieben und Leben des Konstantin G. Dokumentarfilm, Finnland 2003, Originalfassung mit Untertiteln Konstantin G. ist ein Heimatloser. 1992 verlässt er seine Heimatstadt Moskau und flieht nach Helsinki, denn auch nach dem Zerfall der Sowjetunion ist seine Homosexualität ein Straftatbestand. Eine Zwangseinweisung in die Psychiatrie hat er bereits hinter sich. Unter großen Mühen ist es seiner Mutter gelungen, ihn dort herauszuholen. Doch in Helsinki wird sein Antrag auf politisches Asyl zunächst abgelehnt. Nach einer hartnäckigen Kampagne von Bewohnern und Organisationen wie Amnesty International und der russisch-orthodoxen Kirche darf er schließlich bleiben. Seitdem versucht Konstantin, die verschiedenen Facetten seiner Persönlichkeit auszuleben. Er arbeitet als Krankenpfleger in einer psychiatrischen Anstalt für ältere Menschen, betreut ehrenamtlich Aidskranke und Prostituierte, verkehrt in russischen Emigrantenkreisen und pflegt Kontakte zur orthodoxen Kirche, wo er sich aber als Außenseiter fühlt. Außerdem führt er ein turbulentes Nachtleben in der Gay-Community und tritt in Nachtclubs auf. "Lost and Found" heißt auch der bekannteste Schwulenclub in Helsinki. Konstantin Gontscharow spielt in diesem Film sich selbst. Es handelt sich aber nicht um ein Porträt, sondern - ausgehend von Konstantins Leben - zeigt der Dokumentarfilm, wie es ist, anders zu sein, ein Außenseiter und Teil einer Minderheit. Als Konstantins Mutter starb, hatte er weiterhin so große Angst vor einer möglichen Verfolgung, dass er nicht einmal zur Beerdigung nach Moskau reiste. Die 1949 geborene Regisseurin Kanerva Cederström ist seit Mitte der 80er Jahre eine der wichtigsten Figuren der finnischen Filmszene. Ihre Dokumentarfilme fanden im In- und Ausland starke Beachtung. 2001 wurde sie vom finnischen Staat mit dem State Award geehrt. | |
| Fr.,
07.11.2008,20.15 Uhr, DSF Das gro§e Tabu - HomosexualitŠt und Fu§ball Aljoscha
Pause hat mit seiner Fernsehreportage für einigen Wirbel in der deutschen
Fußballwelt gesorgt: Für "Das große Tabu - Homosexualität
und Fußball" ist Aljoscha Pause im Oktober 2008 in Frankfurt am Main
mit dem Felix-Rexhausen-Preis 2008 des BLSJ ausgezeichnet worden. Pauses Reportage sei das herausragende journalistische Werk zu lesbischen und schwulen Themen der zurückliegenden zwölf Monate gewesen, erklärte Jury-Mitglied Arnd Riekmann. Besonders das verquere Statement von Köln-Trainer Christoph Daum hatte dem Film bundesweite Aufmerksamkeit beschert. "Die ebenso informative wie unaufgeregt gehaltene Reportage deckt auf subtile Weise auf, wie weit Schwulen- und Lesbenfeindlichkeit im Fußball tatsächlich verbreitet ist - und zwar auf allen Ebenen", heißt es in der Begründung der Jury. "Wobei ebenfalls gezeigt wird, dass sich mit Theo Zwanziger an der DFB-Spitze daran langsam etwas ändert. Auch in Aljoscha Pauses Film wagt kein Fußballprofi sein Coming-out. Doch das ist hoffentlich nur noch eine Frage der Zeit." Aljoscha Pause verband seinen Dank für den Preis mit einem Dank an das Deutsche Sportfernsehen. "Es ist nicht selbstverständlich, für eine solche Recherche ein halbes Jahr Zeit eingeräumt zu bekommen. Das Ergebnis und dieser Preis zeigen, dass es das wert war." Felix Rexhausen (1932-1992), der Namenspatron des Preises, war gemeinsam mit Gerd Ruge und Carola Stern Mitbegründer der deutschen Sektion von Amnesty International und arbeitete für den Rundfunk sowie für Zeitungen und Zeitschriften. Rexhausen war noch zu Zeiten des alten Paragrafen 175 ein selbstbewusster Journalist, der die Lebensumstände schwuler Männer eindringlich thematisierte. Sein Beitrag "Mit Bayern leben" und Reaktionen darauf kann im kürzlich gesendeten "Briefe an die Anstalt" im WDR-Archiv angehört werden.(Foto: Axel Bach) | |
| Do.,
13.11.2008, 20.15 Uhr, arte Das Imperium der Viren (1/2) Lautlose Killer Dokumentation,
Deutschland 2007Gegen die meisten Virus-Infektionen wurden bisher keine Impfstoffe gefunden und immer mehr bisher unbekannte Keime aus zuvor unberührten, entlegenen Regenwaldzonen werden in unsere überbevölkerten Städte eingeschleppt. Meist gelingt es dabei den unsichtbaren Viren, von Tieren auf Menschen überzuspringen, deren Immunsystem keine Gegenmittel gegen diese lautlosen Killer hat. Der kürzlich verstorbene amerikanische Nobelpreisträger Joshua Lederberg brachte den ungleichen Kampf mit den unsichtbaren Killern auf die Formel: "Viren sind unsere einzigen Konkurrenten um die Herrschaft auf diesem Planeten." Beeindruckende 3D-Animationen machen die Viren und ihren Zerstörungskampf gegen menschliche Zellen sichtbar. Die Doku-Reihe "Das Imperium der Viren" ist eine spannende Mischung aus inszenierter Spielhandlung, optisch anspruchsvollen Reportage-Elementen, Interviews mit internationalen Experten und atemberaubenden 3D-Animationen aus dem Körper. Die besten Virologen und Epidemiologen wurden für "Das Imperium der Viren" vor die Kamera geholt: So etwa Albert Osterhaus aus Rotterdam, Nathan Wolfe aus Los Angeles, John Oxford aus London oder Christian Drosten vom Hamburger Institut für Tropenmedizin. Sie alle warnen: SARS konnte gestoppt werden, andere Keime, wie das Aids-Virus HIV fordern Millionen von Opfern jedes Jahr - doch eine nächste Welle, etwa mit einem Vogelgrippe-Virus könnte ähnlich verheerende Folgen haben wie die "Spanische Grippe" im Jahr 1918. Damals starben binnen weniger Monate über 50 Millionen Menschen. Zweieinhalb mal soviel Opfer, wie sie der Erste Weltkrieg gefordert hatte. SARS, so glauben die Experten, war nur ein harmloser Probelauf für das, was eine neue Grippe-Mutation auslösen wird. Ein Mittel dagegen gibt es bisher nicht. | |
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(Text: ufa, Photos: ARD-Degeto, SWR, HR, NDR, VOX, ArteF, 3sat,
RBB, WDR, ZDF) | |
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zuletzt aktualisiert: 26.10.2008 | |